|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
DAB bank keine Aufwärtsbewegung 04.03.2003
Frankf. Finance Newsletter
Die Experten von "Frankfurter Financial Newsletter" sehen auf mittlere Perspektive keine Aufwärtsbewegung der Aktie der DAB bank (WKN 507230).
Von allen Branchen sei die der Finanzwerte, hier im besonderen das Darstellungssegment der Bankentitel, in letzter Zeit am stärksten in Verruf geraten. Die Tochter DAB bank der Münchener HypoVereinsbank bewege sich seit Monaten am Abgrund. Gerüchte über die Zukunft der Onlinebank wollten kein Ende nehmen. Mal sei von einer Reintegration des Konzerns in das Mutterhaus HypoVereinsbank die Rede (Muster Maxblue Deutsche Bank), mal von einer Verschmelzung der beiden Erzrivalen Comdirect und DAB. Auch ein denkbarer Komplettverkauf der DAB an einen ausländischen Großinvestor nach dem Modell Consors/BNP werde ernsthaft diskutiert. Selbst eine vollständige Schließung des Discount Brokers wegen mangelnder Rentabilität liege im Bereich des Möglichen.
Die HypoVereinsbank, die mit über 70% Aktienbesitz alleiniger Großaktionär der DAB sei und damit über das Schicksal des Onlinebrokers zu entscheiden habe, halte sich bislang noch bedeckt. Doch es bedürfe keiner intellektuellen Verrenkungen um zu erkennen, dass eine Klärung des Problems in der Luft liege, kämpfe die HypoVereinsbank mittlerweile selbst schon ums nackte Überleben. Die vom zentralen DAB-Vorstandsmitglied Alexander von Uslar in jüngster Zeit immer wieder artikulierte Überzeugung, mit Erfolg die Unabhängigkeitsstrategie auch weiterhin bewahren zu können, wirke wie das berühmte Pfeifen im Walde.
Von Uslar passe der Führung der HypoVereinsbank erheblich besser ins Konzept, gebe sich dieser doch gegenüber dem Hauptaktionär wesentlich weniger widerborstig. In einem Exklusivinterview mit dem Frankfurter Finance Newsletter bezeichnet er die HypoVereinsbank als einen "verlässlichen und starken Rückhalt" für sein Unternehmen. Nach der Auffassung der Experten könnte dieser Rückhalt in Bälde noch verlässlicher werden, weil die Option einer absoluten Reintegration der DAB in die HVB wohl die naheliegendste Lösung der Probleme darstelle. Die Deutsche Bank beweise mit ihrem Onlinebroker Maxblue, dass man auch mit integrativen Strategien gerade in Zeiten der Baisse erfolgreich fahren könne.
An eine Übernahme der DAB durch eine ausländische Großbank glaube man zur Zeit nicht, weil die DAB im Gegensatz zu Consors bilanziell wesentlich schlechter aufgestellt sei und es wohl keinen Interessenten geben dürfte, der sich das Haus ans Bein binden möchte, obwohl der 450.000 Personen starke Kundenstamm schon recht attraktiv sei. Tafelsilber, das man zu Geld machen könnte, besitze die DAB nach dem Verkauf der Töchter Selftrade (Frankreich) und DAB Schweiz nicht mehr, und auch der Erlös aus diesen Verkäufen bringe nur kurzfristig Spielraum.
Qualitatives Wachstum bedeute übersetzt, mit Gewalt die vorhandenen Kunden zur Nutzung von Serviceleistungen überreden zu wollen, weil für die Akquisition von Neukunden keine finanziellen Mittel mehr zur Verfügung stünden und das Transaktionspotenzial möglicher Neukunden auf Grund der noch immer anhaltenden Baisselage schlicht zu gering wäre. Die Experten würden davon ausgehen, dass eine geplante Fusion mit Comdirect nicht stattfinden werde.
Die Quickborner würden wesentlich effektiver arbeiten und der autarke Fortbestand des Unternehmens als Handelsplattform für aktive Trader scheine sicherer als bei der DAB. Marktkapitalisierung und Börsenkurs der beiden Unternehmen würden im direkten Vergleich für sich selbst sprechen. Gerade wenn man zur "Vertriebsbank" werden möchte, biete sich eine Reintegration ins Bankhaus HypoVerein an, könnten doch die Kunden dann selbst entscheiden, ob sie weiter eigenständig online handeln möchten, oder aus einer Hand auch andere Serviceleistungen in Anspruch nehmen möchten.
Der von der DAB bank angestrebte Break Even in diesem Jahr sei ein ambitioniertes Ziel, das erst noch bewiesen werden müsse. An schwarze Zahlen in den nächsten Jahren glaube in Branchenkreisen niemand, jedenfalls nicht ohne eine nachhaltige Erholung an den Börsenplätzen dieser Welt. Bei Lichte betrachtet sei und bleibe die DAB ein von Transaktionen lebender Broker, der ohne eine Verbesserung der Marktlage in immer schwereres Fahrwasser geraten dürfte, trotz aller Vertriebsbankträume.
Die Experten von "Frankfurter Financial Newsletter" sehen auf mittlere Perspektive keine Aufwärtsbewegung der Aktie der DAB bank. Kurzfristig könnte die Aktie aber von einer Rallye an den Börsen profitieren, die mit der Lösung des Irak-Problems einsetzen werde. Bei Notierung um 3 Euro sollte aber verkauft werden. Sollte die HypoVereinsbank reintegrieren, empfehle man den freien Aktionären, ein Squeeze-Out Angebot abzuwarten.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|